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[🇯🇵 003] Udon zum Frühstück - Der erste richtige Tag in Japan

  • vor 2 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit
Verschiedene Tempura

Schon früh am Morgen ging es dann an meinem ersten richtigen Tag in Japan los. Denn die liebe Lena und ihr Mann haben mich bereits vor dem Hotel erwartet, und von dort fuhren wir direkt zu einer Filiale von Marugame Seimen.


Marugame Seimen ist eine der bekanntesten Udon-Ketten Japans und die weltweit größte japanische Schnellrestaurantkette für frische Udon-Nudeln. Das Besondere daran ist das offene Küchenkonzept: Man sieht, wie die Nudeln zubereitet werden und wie Tempura frisch frittiert wird. Das Ganze funktioniert ein bisschen wie in einer Mensa. Am Anfang nimmt man sich ein Tablett, bestellt sein Hauptgericht und kann sich danach noch Kleinigkeiten wie Tempura, Onigiri oder Desserts dazulegen. Am Ende bezahlt man an der Kasse, sucht sich einen Platz.

Schauküche

Ach so, Udon sind übrigens dicke, weiche japanische Nudeln aus Weizenmehl, Wasser und Salz. Meistens werden sie in einer warmen Brühe gegessen, oft mit Frühlingszwiebeln, Tempura, Ei, Fleisch oder Tofu. Im Vergleich zu Ramen sind Udon deutlich dicker, weicher und weniger bissfest. Geschmacklich sind sie eher mild, deshalb kommt bei vielen Gerichten sehr viel über die Brühe und die Toppings.


Nach dem ich also die Qual der Wahl überstanden hatte (ich hätte ja am liebsten einfach einmal alles probiert), fiel meine Entscheidung auf die とろ玉(たま)うどん, also Torotama Udon gefallen.


Der Name setzt sich so zusammen:

とろ (toro) = von とろろ (tororo), geriebene Yamswurzel/Bergkartoffel

玉(たま) (tama) = Ei

うどん (udon) = Udon-Nudeln


Und besonders die geriebene Yamswurzel, die von der Konsistenz her irgendwie klebrig-schleimig war, war beim ersten Bissen eine Herausforderung. Zusammen mit dem Ei hat sie die Udon aber richtig cremig gemacht, und am Ende war es einfach saulecker.


Außerdem durfte ich noch die Udon von Lenas Mann probieren. Er hatte kalte Udon, die man in Sauce tunkt. Auch sehr gut. Beim Essen selbst habe ich mich allerdings ein bisschen angestellt, weil die Nudeln unfassbar lang waren und ich nicht wirklich schlürfen konnte.


Für meine ersten Udon-Nudeln waren sie aber wirklich großartig. Vor allem habe ich mich riesig darüber gefreut, dass ich kulinarisch direkt so verwöhnt wurde.


Udon, Tempura Huhn und Inarizushi

Zu den Udon-Nudeln gab es dann noch ein riesiges Stück Tempura Huhn, was so zart war, dass es mir quasi auf der Zunge zergangen ist. Und ich habe mich noch an ein Inarizushi oder 稲荷寿司(いなりずし) herangewagt. Das ist Sushi-Reis, der in eine süßlich eingelegte Tasche aus frittiertem Tofu gefüllt wird. Beim ersten Mal war ich tatsächlich noch kein großer Fan, weil mich die Süße verwirrt hatte, aber im laufe meiner Japanzeit, habe ich sie lieben gelernt.


Zum Abschluss gab es dann noch eine kleine Nachspeise: 丸亀(まるがめ)うどーなつ, also Marugame Udonuts. Das waren so kleine Teigbällchen mit Schokoladenfüllung und Schokopulver, und sie waren regelrecht süchtig machend. Der Witz daran ist, dass der Teig auf Udon basiert, dadurch sind die Dinger innen eher weich, elastisch und „mochi-mäßig“, außen aber frittiert wie kleine Donuts.

Noch bevor der Tag richtig angefangen hatte, waren wir also satt, glücklich und startklar für das nächste Abenteuer. Deshalb führte uns unser Weg direkt weiter in den Osu Shopping District. Was ich dort alles erlebt habe, erzähle ich dir beim nächsten Mal.


Ich hoffe, dir hat dieser kleine Ausflug in die japanische Küche gefallen. Hast du schon einmal Udon gegessen? Und wenn ja: Welche Sorte mochtest du am liebsten?




 
 
 

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