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[#004] Die Länge einer Geschichte, wichtig oder nebensächlich?

Hallo Zusammen,


die Frage des Tages lautet: Die Länge einer Geschichte, wichtig oder nebensächlich? Vielen Dank an @socialmediafuerautorinnen für die tolle Frage zur heutigen #autorinnenchallenge


Ich habe mich mit dieser Frage schon häufig befasst. Schließlich kommt im Leben eines Schreiberlings zwangsläufig irgendwann die Frage auf, wie lang mache ich meine Kapitel und letztlich auch die Geschichte. Und eine wirklich perfekte Antwort gibt es hier nicht wirklich. Das ist so individuell, sowohl aus Autoren- als auch aus Lesersicht.


Die Beantwortung der Frage finde ich tatsächlich gar nicht so einfach, denn einerseits finde ich die Länge schon nebensächlich. Die Geschichte ist so lang, wie es dauert sie zu erzählen. Manche brauchen nur 200 Seiten, andere kommen kaum mit 1.000 Seiten aus. Mal reicht ein Band, manchmal braucht es sieben.

Aber oft genug finde ich die Länge der Gesichte auch sehr wichtig. Denn ich persönlich bin kein Fan von Büchern die mehr als 500 Seiten haben. Einfach von der Haptik her, da mir dann die Hände irgendwann weh tun. Dann nehm ich doch lieber zwei Bücher. Deshalb kaufe ich auch keine dicken Hardcover Bücher. So schön es mit dem Umschlag auch aussieht, dafür sind meine Hände einfach zu klein.

Als E-Book wäre es mir wieder vollkommen egal, da lese ich auch 2.000 Seiten oder mehr an einem Stück.

Das einzige was ich so gar nicht mag, egal ob Print oder E-Book, ist wenn Geschichten unnötig in die Länge gezogen werden. Dann fühl ich mich als Leser verarscht und frage mich, ob man das nicht auch mit der Hälfte der Seiten geschafft hätte ... 😟 Aber das ist dann mehr ein inhaltliches Thema.


Aber das ist sehr subjektiv, wie sieht es denn mit euch aus? 🤗 Und habt ihr auch solche No-Gos?

Bei meiner eigenen Geschichte hatte ich mir anfangs ein Ziel von 100.000 Wörtern und / oder mindestens 350 Buchseiten gesetzt. Ich war bei knapp 75.000 und etwa 300 Seiten als ich den Epilog fertig hatte, also vom ersten Entwurf. Nach der anschließenden Korrektur waren es sogar noch etwas weniger. Da ich sehr kritisch durch gegangen bin und mich bei vielen Absätzen und Szenen gefragt habe:


"Braucht es diesen Teil wirklich oder kann der Weg?"


Und ganz oft musste ich feststellen, dass es zwar ganz nett war, dem Leser aber null Info bietet. Nicht einmal einen Unterhaltungswert 😅 Die finale Länge steht noch nicht fest, aber die 500 Seiten will und werde ich nicht überschreiten. Das ist mir einfach wichtig.



Auch bei den einzelnen Kapiteln habe ich Grenzen gesetzt. Bis auf Prolog und Epilog haben alle Kapitel mindestens zehn Seiten und maximal zwanzig Seiten. Der Durchschnittlich liegt bei vierzehn Seiten.


Unter zehn finde ich zu kurz, dafür eignet sich mein Schreibstil nicht und Kapitel in denen nichts passiert fördern nicht gerade den Lesefluss.

Über zwanzig finde ich hingegen zu langatmig, meistens bieten sich ein oder zwei Stellen an, an denen man Cutten könnten. Vielleicht sogar mit nem netten Cliffhänger. Aber gerade weil ich auch viel unterwegs, in Bus und Bahn lese, darf so ein Kapitel einfach nicht zu lang sein. Es muss in der Zeit (ca. halbe Stunde bis Stunde) lesbar sein.


Schreibt mir doch in die Kommentare, was eure optimale Buch- bzw. Kapitellänge ist?

Euer Jerry



Ausblick auf eine Brücke
Die Länge einer Geschichte

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